Bock auf Schaf (und Kühe…)? Das Team vom Hof Schwalbennest sucht Einsteiger in die Betriebsgemeinschaft im Bereich Tierhaltung, Milchverarbeitung und Hofladen
Zurzeit halten wir auf unserem 75 ha großen demeter-Betrieb mit SoLaWi ca. 100 Milchschafe der Rasse Ostfriesisches Milchschaf als MLP-geprüfter Herdbuchbetrieb. Ebenso halten wir eine Rinderherde von 9 Kühen mit Nachzucht als Zweinutzungsrasse (Altdeutsche Schwarzbunte und Rotvieh), die wir nach Bedarf melken oder als Mutterkühe nutzen können. Zurzeit werden 5 Kühe gemolken. Wir machen muttergebundene Milchviehhaltung und melken einmal am Tag. Die Milch von Kühen und Schafen wird komplett selber zu einer großen Palette von überwiegend Rohmilchprodukten verarbeitet, aber auch verschieden Joghurtvarianten und Bratkäse. Die Wolle wird von einer kleinen Manufaktur z.T. zu Strickgarn und Wollsocken verarbeitet.
Durch unsere Lage in Brodowin mit naturschutzfachlich wertvollen Standorten hat die Schafhaltung auch eine besondere Bedeutung in der Landschaftspflege. Eine große Rolle spielt sie auch für unsere Bildungsarbeit mit Kita-Kindern und Grundschülern.
Unsere Tiere gehen ganzjährig auf die Weide, nur die Schafmuttern bleiben in der Lammzeit nachts im Stall. Ein Stallbau wäre aber eine Option.
Wir füttern ausschließlich Heu und Weide, keine Silage für eine gute Käsereitauglichkeit der Milch.
Wegen der Wolfsproblematik sind wir inzwischen sehr gut für den Weidebau aufgestellt mit einem 6-litzigen Rappasystem mit einem Weidehänger sowie einer Elektrokarre für unwegsame Naturschutzflächen, mit denen Zäune in einem Arbeitsgang aufgebaut werden können.
Zur Verwertung der Molke und der Reste, die in unserer Gemüsegärtnerei anfallen, würden wir auch gerne wieder unsere kleine Schweinehaltung (zuletzt 3 Schweine) aufnehmen, auch um unsere Produktpalette bei Fleisch und Wurst wieder zu erweitern. Die Bienenhaltung wird von Antje Theel aus Oderberg als erfahrener demeter-Imkerin weitergeführt.
Für Veränderungen im Bereich der Tierhaltung sind wir offen, wichtig ist für uns als demeter-Betrieb, dass wir das Prinzip des geschlossenen Betriebsorganismus mit einem ausgewogenen Verhältnis von Feldbau, Gärtnerei und Tierhaltung weiterführen können. Wir haben Lust darauf, als Gemeinschaft eine für den Betrieb und die auf dem Hof arbeitenden Menschen passende Vision zu entwickeln.
Zur Betriebsgemeinschaft gehören zurzeit Anna (28), Johannes (38) mit 3 Kindern (9, 4 und 1 Jahr) außerdem die übergebende Generation mit Martina (65) und Ulli (81), die sich gerne in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden möchte. Dazu kommen 1-2 Azubis, 2 Mitarbeiterinnen und 2 langjährige Teilzeitkräfte sowie wechselnde Praktikanten. Wir streben eine Rechtsform an, die ein gleichberechtigtes Miteinander ermöglicht.
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