Solidarische Landwirtschaft

Eine ganze Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert.

Solidarische Landwirtschaft beschreibt eine Form der Landwirtschaft, in der LandwirtInnen und KonsumentInnen über längere Zeit eine direkte und verbindliche Beziehung eingehen. Während die VerbraucherInnen einwilligen, dem Hof über einen längeren Zeitraum hinweg Produkte abzunehmen, sichert der Hof ihnen die Versorgung mit frischen, regionalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu. Idealerweise bildet sich um den Hof eine Gemeinschaft, die über regelmäßige Festbeträge die gesamten Kosten der Erzeugung vorfinanziert und dafür die gesamte Ernte des Hofes erhält und untereinander aufteilt.
Durch dieses Modell der Solidarischen Landwirtschaft werden die LandwirtInnen vom Aufwand der Vermarktung entlastet. Das Risiko von Ernteausfällen wird nicht länger auf sie abgewälzt, sondern von der Gemeinschaft geteilt. So können sie sich auf die Erzeugung vielfältiger Lebensmittel konzentrieren, indem sie sich auf natürliche Kreisläufe einlassen, diese fördern und schonen. Die Mitglieder der Solawi-Gemeinschaft haben nicht nur die Chance, die Herkunft ihrer Nahrung genau zu kennen, sondern ihren Anbau selbst mitzugestalten und Landwirtschaft unmittelbar zu erleben.

Seit 2019 bauen wir eine Solawi mit Gemüseanteilen und Milchanteilen (Kuh- und Schafpaket) auf. Seit Mai 2025 haben wir beschlossen, gemeinsam mit dem neu gegründeten Betrieb OderGarten in Kooperation die Solawi weiterzuführen und weiter auszubauen. Unser Ziel ist es, ein gemeinsames solidarisches Konzept zu entwickeln welches nicht nur Produzenten und Erzeuger mit einbezieht, sondern auch beide Höfe untereinander mitdenkt. Außerdem ist es unser Anliegen, unsere Produkte in der Region zu verteilen und nicht in die nächste Großstadt (Berlin) zu vermarkten.

Die von uns gepackten Milch- und Gemüseanteile werden wöchentlich an zur Zeit sieben verschiedene Abholstationen geliefert. Wir liefern das ganze Jahr über; allerdings wird in den Monaten Januar und Februar 14-tägig mit doppelten Anteilen geliefert. In dieser Zeit gibt es überwiegend Lagergemüse.
Bei den Gemüseanteilen kann zwischen zwei Größen gewählt werden: Es gibt einen ganzen Anteil (für 3-4 Personen) und einen Single-Anteil (für 1-2 Personen). Beide Anteile enthalten 8-12 verschiedene Gemüsesorten, wobei der Single-Anteil etwas mehr als die Hälfte der Menge eines großen Anteils umfasst.
Momentan liegt der Richtwert für ein Single-Anteil bei 65 € und für einen ganzen Anteil bei 95 €. Der Richtwert meint, dass bei Möglichkeit gerne auch ein solidarischer Mehrbetrag gezahlt werden darf, um entweder die Höfe zu unterstützen oder anderen Mitgliedern die Möglichkeit zu bieten, weniger zu zahlen. Eine Ermäßigung muss vorher mit den Höfen abgestimmt werden, damit geschaut werden kann, ob sie durch andere Mitglieder ausgeglichen wird.

Unsere Abholstationen befinden sich in:
• Angermünde
• Eberswalde
• Bad Freienwalde
• Oderberg
• Chorin
• Pehlitz
• Stolzenhagen

Über die Website vom OderGarten können die Solawi-Kisten bequem bestellt werden: www.odergarten.de

Weitere Informationen zum Konzept der Solidarischen Landwirtschaft gibt es hier!

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