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nächste Aktionen

  • Weihnachten 2019 - Geflügelbestellung

     

    Jetzt bestellen solange der Vorrat reicht

    weiße und gescheckte Demeter-Pommerngänse (3,5-5,5 kg)

    19,50 € / kg

    bunte Demeter- Landenten und weibliche Demeter-Flugenten weiß (1,8-2,4 kg)

    18,50 € / kg

    weiße und gescheckte  Demter-Erpel (3-4 kg)

    17,50 € / kg

    alle Tiere aus Freilandhaltung mit Wasserauslauf

  • Neu! Unsere Produkte über marktschwaermer.de

    Für uns und unsere Kunden sehr praktisch können unsere Produkte jetzt über marktschwaermer.de erworben werden. Wir beliefern die Schwärmereien in Eberswalde, Bernau (14-tägig) und in Berlin in Oberschöneweide, im Helmholtzkiez (Prenzl.berg), im Diderot (Prenzl.berg), Himmelbeet (Wedding) und Nordbahnhof. Sie können online bestellen und holen einmal pro Woche die Ware in Ihrer Schwärmerei ab.

  • Hofführung im Juli

    Am  06. Juli 2019 findet unsere nächste Hofführung mit Begehung des Landkulturpfades statt. Danach gibt es die Möglichkeit zur Einkehr in unserem Hofcafé und zum Kauf von frisch geschlachtetem Lammfleisch!

  • Hofführung im Juni

    Am 1. Juni um 14 Uhr findet wieder unsere monatliche Hofführung mit Begehung unseres im Aufbau befindlichen Landkulturpfades statt. Nicht kinderwagentauglich, aber sehr spannend! Mit Quiz für die Kinder zum Abschluss. Gutes Schuhwerk empfohlen. Dauer ca 1 1/2 Std. Anschließend Besuch des Café am Hof möglich.

     

  • Hofführung und Eröffnung Landkulturpfad

    Liebe Kunden, liebe Freunde,

     

    am 

    Samstag, den 4.Mai um 14 Uhr 

    findet unsere monatliche Hofführung 

    mit Eröffnung unseres im Aufbau befindlichen Landkulturpfades statt.

    Mit dabei der  bekannte Brodowiner Wortkünstler und begnadete Setzer (das sind die Leute, die ausschweifende Texte sublimieren und auf Schildergröße in Wort und Ästhetik verdichten) Klaus Böhm.

    Gegen die angesagte Kälte (Mai kühl und nass...) gibt es heißen Apfel-Holundersaft und eine beherzte (nicht kinderwagentaugliche) Wanderung mit  einer anschließenden  Überraschung für die Kinder!

    Kommet zuhauf!!

     

     

     

     

Nachruf auf Martha

Liebe Kunden, liebe Freunde,

das Herzstück unseres Betriebes sind unsere Tiere. Obwohl wir uns bei Veganern und Vegetariern dabei nicht beliebt machen, sehen wir unsere Tiere als unverzichtbaren Teil, ja als Mittelpunkt unseres gesamten möglichst in sich geschlossenen Betriebsorganismus. Wir halten so viele Tiere, wie wir von unserer eigenen Fläche ernähren können und die Tiere geben so viel Mist, wie die Pflanzen brauchen, um in gesunder Weise wachsen zu können, ohne sie zu überdüngen. Wenn man Tiere hat, vermehren die sich natürlicherweise ihrer Art gemäß. Sonst würden sie sich wohl kaum wohlfühlen als Tiere. Wenn man Milch möchte, und das möchten wir, weil wir Milchprodukte als wesentlich für die Ernährung ansehen, dann müssen die Tiere jedes Jahr Junge bekommen. Und da man die Herde nicht beliebig vergrößern kann, gehört das Schlachten eben auch dazu. Aber das sind dann keine Massenschlachtungen als Selbstzweck, sondern ist ein natürlicher Anfall von Fleisch, der in einem gesunden Verhältnis zur Größe des Betriebes steht und einen täglichen Fleischkonsum gar nicht ermöglicht. Aber macht nichts, dann eben wenig, aber beste Qualität! So kann man Fleischkonsum nicht nur vertreten, er macht einfach auch Sinn im Betriebszusammenhang und im ökologischen Ganzen, denn er ermöglicht erst unsere aufbauende Bodenfruchtbarkeit.

Schlachten und ein bescheidenen Fleischkonsum gehören also für uns dazu, aber es gibt schon Tiere, bei denen einem das schwerer fällt als bei Anderen. Als wir unseren Betrieb begonnen haben, hatten wir nur 5 ha Land und eine Ausrichtung des Betriebs mehr auf Kleintiere wie Schafe und Ziegen wäre betriebswirtschaftlich das Naheliegende gewesen. Aber von Anfang an war uns klar: Ohne Kühe wollen wir nicht! Die Kuh ist nun einmal die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Kein anderes Tier hat dieses Wunderwerk der Wiederkäuerverdauung so vollendet verwirklicht wie die Kuh. Die kleinen Wiederkäuer wie Schaf und Ziege sind eher die Spezialisten, haben ein spezifisches Futterspektrum und mit ihren Ködeln einen ganz speziellen Mist, der für bestimmte Kulturen auch sehr gut geeignet ist. Aber diese grundlegende Fruchtbarkeit , auf der alles so wachsen kann, wie es der eigenen Art entspricht, das hat in erster Linie die Kuh, die ihr ganzes Interesse in ihre Verdauung steckt und sich von wenig Anderem ablenken lässt. Deshalb haben wir sofort, als wir unseren Betrieb 2002 begonnen haben, zwei Kälber gekauft von einem sehr guten demeter-Betrieb , Hof Rittgarten bei Prenzlau, die aus der Genreserve der DDR das „Scharz-bunte deutsche Niederungsrind alter Zuchtrichtung“, die sogenannten Altdeutschen Schwarzbunten, übernommen hatten. Diese Rasse war eine der Rassen, aus denen das „Schwarzbunte Milchrind der DDR (SMR)“ gezüchtet wurde. Die Altdeutschen Schwarzbunten sind auf eine gute Grundfutterverwertung gezüchtet, haben einen sehr tiefen Rumpf, in den auch ordentlich Grundfutter hineinpasst und sehen im Gegensatz zu den modernen „Holstein Friesian“ immer so aus, als ob sie kurz vor dem Kalben sind. Sie brauchen also wenig Kraftfutter und können die Aufgabe der Wiederkäuer – nämlich auch zellulosereiches Futter wie Gras und Stroh zu verwerten – optimal wahrnehmen. So sind sie besonders geeignet, als Weidetere große Grünlandflächen zu verwerten, die als CO2- Speicher eine ganz wesentliche Aufgabe für den Klimaschutz und den Aufbau von Humus erfüllen. Eine so gehaltene Kuh ist eben kein Klimakiller – im Gegenteil! Unsre ersten Kälber  waren dann  Martha und Liane, die seitdem unser Leben und das der Kinder begleitete. Martha war die Kuh unseres Sohnes Martin und Liane fiel besitzmäßig  mit den nachfolgenden Kühen unseres langsam auf fünf Kühe wachsenden Kuhbestandes den mehrfach wechselnden Tauschgeschäften unserer Töchter zum Opfer. Martha hatte da also schon eine spezielle Prägung. Sie war unbestritten die Leitkuh, setze wenige, aber deutliche Akzente, was die Rangordnung betraf und das änderte sich auch nicht, als sie mit 17 Jahren deutlich an Laufgeschwindigkeit, aber nicht an Präsenz verlor. Als Martha und Liane zum ersten Mal kalbten und die Milchproduktion richtig los ging, hatten wir selber 5 kleine Kinder und das abendliche Melken war zeitlich immer eine Herausforderung. Denn das war die Zeit, in der die Kinder aus Schule und Kindergarten zurückkamen und die Anwesenheit der Eltern begrüßten. Die Kühe zu melken und dann einen nicht unbeträchtlichen Teil der Milch wieder an die Kälber zu vertränken erschien mir deshalb arbeitswirtschaftlich nicht so sinnvoll und fortan ließen wir  abends die Kälber bei den Müttern trinken und beglückten dafür unsere Kinder mit unserer Anwesenheit. Kühe, Kälber, Kinder und  Eltern waren zufrieden. (Das mit dem Beglücken durch Anwesenheit relativierte sich dann mit beginnender  Pubertät. Seitdem machen wir Gartenbau…). Dass das Ganze „muttergebundene Milchviehhaltung“ heißt und ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland ist, erfuhr ich erst über 10 Jahre später.  Man verzichtet natürlich auf eine Melkzeit, aber dafür hat man sehr gut entwickelte Kälber, eine tolle Fleischqualität, durch die fehlende Trennung von Kälbern und Kühen (bzw. Lämmern und Müttern – bei denen machen wir das natürlich genauso)  können die Kühe ihre Mutterinstinkte besser ausleben und bleiben einfach länger gesund. Das Problem ist nur – wir haben Milchkühe und die geben mehr Milch, als ein Kalb austrinken kann, bzw. für die Entwicklung seines Pansens auch austrinken sollte. Daher nahmen wir einige  beim Hof Rittgarten nicht benötigte Bullenkälber immer parallel zu unseren frisch geborenen Kälbern dazu, damit das Euter abends auch leer wurde, denn das ist wichtig für die Eutergesundheit.  Martha hatte ja viel Milch, ob wohl sie ausschließlich mit Grundfutter  - ergänzt mit etwas eigenem Getreide – gefüttert wurde. Und Martha steigerte ihre Milchleistung  langsam, aber bis zum Schluss stetig! Aber sie  hatte so ihre Eigenarten – sie war für ihr eigenes Kalb da und andere Kälber hatten da nichtviel zu melden. Aber die waren ja clever  - und hungrig! So saugten 1-2 mehr oder weniger adoptierte Kälber zwischen Mathas  Hinterbeinen, während das eigene Kalb  an ihrer Seite trank und sie ablenkte und beschäftigte. Oft war die zugekauften Kälber an den leicht beschissenen Köpfen deutlich von Marthas eigenem Kalb zu unterscheiden. Martha wurde von Martin intensiv betreut und war extrem zahm. Sie ließ sich am Halfter oder Strick überall hin führen – solange man partnerschaftlich neben ihr her ging und sie nicht etwa dominierend und entwürdigend hinter sich her zerren wollte. Sobald man zog, blieb sie stehen, lief man solidarisch neben ihr her, war alles schön. So geht Führung! Martha war trotz ihres eigenwilligen Temperaments sehr sensibel. Sobald jemand Fremdes in den Melkstand kam, zog sie oft die Milch hoch. Pralles Euter – nichts fließt mehr: das ist auch so etwas, was Kühe können. Mi t neuen Mitarbeitern schloss sie dann doch nach einiger Zeit Freundschaft , aber es musste alles erst geprüft werden. Das war dann immer die Feuerprobe für die melkwilligen Mitarbeiter – wenn Martha die Milch herunterließ, war man melkstandtauglich ( Manche schafften das allerdings nie – was das Ende der Karriere im Mekstand und und die Erweiterung unseres Gemüsebereichs nach sich zog…).

Martha ist alt geworden – 17 Jahre. Die Lebenserwartung einer Milchkuh lag in Deutschland 2017 bei 4,6 Jahren für Schwarzbunte und bei 4,8 Jahren bei Fleckvieh. Dort wird natürlich geschaut, dass die Kühe schon mit 24 Monaten abkalben. Aber selbst dann ist es unsicher ob eine Kuh bei einer Wahrscheinlichkeit von 50% für ein weibliches Kalb überhaupt für die eigene Reproduktion sorgen kann. Dafür versucht man dann das Erstkalbealter zu drücken oder gesextes Sperma zu verwenden, damit man bei  guten Zuchtkühen weiblichen Nachwuchs bekommt. Inzwischen setzt sich auch in der konventionellen Landwirtschaft die Erkenntnis durch,  dass es auch wirtschaftlicher ist, wenn die Kühe älter werden und man der Gesundheit zuleibe auf die letzte Spitze bei der Milchleistung verzichten kann.

Martha kalbte erst mit über 3 Jahren, wie es an der Zahnbildung abzulesen auch für Kühe wesensgemäß ist. Mit den Jahren nahm aber auch bei Martha die Fruchtbarkeit ab. Wir waren nachsichtig. Einmal hatte sie Zwillinge – da gönnte man ihr eine längere Pause. Und außerdem gab sie immer unglaublich viel Milch, das war also zu verkraften. In den letztem Jahren war es uns egal, wie lange sie brauchte, Hauptsache, sie wurde mit Hilfe irgend eines unserer Mastbullen – künstliches Sperma verschmähte sie in den letzten Jahren komplett – irgendwann wieder tragend. Aber seit zwei Jahren wollte sie einfach nicht mehr. Mehrere Bullen, Moxen mit Räucherstäbchen, homöopathische Behandlung – alles irgendwann mal vorbei. Warum haben wir  Martha aber jetzt geschlachtet und ihr nicht noch das Gnadenbrot gewährt oder so? Das habe ich schon versucht bei Alma, unserer drittältesten Kuh. Die war auch schon über 14 Jahre und sollte eigentlich bis zu ihrem natürlichen Tod bei uns bleiben. Am Schluss ging es ihr aber schlecht. Sie hatte mit Hilfe eines Lehrlings eine Karriere als Fahrkuh mit eigenem kleinen Wagen begonnen, bekam auf dem Asphalt mangels Klauenschuhe aber Probleme. Und wenn es so einem großen Tier schlecht geht, ist das nicht schön. Das kann man nicht mal auf den Schoß nehmen und trösten. Bei einem Schaf geht das noch gerade so. Alma haben wir dann in trauter Runde eingeschläfert. Das war dann als Abschluss irgendwie auch gut, aber die Zeit davor war nicht schön und das wollte ich Martha ersparen. Eine Karriere als Ammenkuh, die Alma zuvor durchlaufen hat, wäre an ihrer mangelnden Kooperationsbereitschaft, was fremde Kälber betrifft, gescheitert. Haben wir auch erfolglos versucht. Ich glaube, ihr war das lieber so bzw. es hat ihr mehr entsprochen: Lieber mit Würde als gesunde, stolze und fitte Kuh gehen und noch einen sinnvollen Beitrag leisen als Martha- Roulade oder Martha-Salami! Ich wollte sie schlachten, solange es ihr noch wirklich gut geht. Und das tat es. Sportliche Einlagen wie rückwärts mehrere Stufen aus dem Melkstand wieder hinaus gehen waren für sie bis zum Schluss kein Problem, wenn auch das Tempo nicht mehr ganz das alte war. Geht mir ja auch so. Und in diesem Sinne wollen wir jetzt auch ihr Fleisch genießen und in Dankbarkeit an sie denken.  Der Tod gehört zum Leben, das merkt man nirgends so deutlich wie bei den Tieren. Von meinem Vater habe ich gerade ein Bild geerbt, das ein Vorfahr von mir gemalt hat: ein Kuhhirte mit zwei Kühen. Eine davon sieht aus wie Martha. Das hängt jetzt bei mir im Büro. Kann man gerne mal bewundern.

 Das Schlachten gehört bei uns dazu. Aber bei manchen Tieren fällt es einem schwerer.

 

Aber jetzt zum Schlachten als Fest:

Wir wollen ja nicht verschweigen, dass wir auch ein Schwein und Lämmer geschlachtet haben, die sind in dem Nachruf jetzt etwas untergegangen. Das Schwein ist das Letzte des aktuellen  Schweinezyklus und daher schön ausgereift und durchwachsen – ein Hochgenuss. Die Lämmer sind schon stramme Kerlchen, aber noch jung und knackig. Weil wir aber keine Babys schlachten wollen und die meisten Schafe erst abgelammt haben , sind es nicht so viele und Vorbestellungen werden dringend empfohlen – nur solange der Vorrat reicht, sonst muss man auf die nächste Schlachtung, vermutlich um die Pfíngstzeit  - warten. Wir empfehlen aber allen, die bis jetzt keinen Zugang zu Schweinefleisch gefunden haben, es mal mit einem ausgereiften, resteverwertendem, weideverwöhntem Schwein zu versuchen und festzustellen, welch ein Genuss das ist. Von Martha-Fleisch mal ganz abgesehen. Eine alte Kuh lässt sich natürlich nicht für alles verwerten, aber für Rouladen, Hackfleisch  und Salami gibt es nichts Besseres! Und alles, was man schmoren kann, ist super bei einem ausgereiften Tier. Und manche Edelteile sind einfach immer edel…

Ab Dienstag, den 9. April 2019

 kann das Fleisch im Hofladen und auf dem Leopoldplatz in Berlin beim Bio-Käsestand Mario Lindner abgeholt werden. Die weiteren Märkte sind unserer Internetseite www.hofschwalbennest-brodowin.de zu entnehmen.

Bestellungen sind immer sehr willkommen und das möglichst zeitnah. Ist natürlich alles mal wieder knapp zeitlich, aber für Marthas Nachruf musste ich auch erst mal eine ruhig Nacht finden…

Außerdem laden wir ein zu unserer in diesem Jahr ersten

Hofführung  am Samstag, den  6.April

 ein mit Saisoneröffnung unseres Cafés   Rast am  Hof

 

Auf fleißiges Bestellen freuen sich

 

Ulli und Martina aus dem Schwalbennest

Märkte Dienstags

Berlin Wedding, Leopoldplatz                            
10 - 17 Uhr

Märkte Freitags

Berlin, Wedding, Leopoldplatz
10 - 17 Uhr

Berlin, Köpenick, Bölschestraße
10 - 17 Uhr

Märkte Samstags

Berlin, Prenzlauer Berg, Seelower Strasse
10 - 16 Uhr

Berlin Lichtenrade, Pfarrer-Lütkehausplatz
10 - 14 Uhr

Adresse & Kontakt

Martina und Ulrich Bressel
Pehlitz 3
16230 Chorin OT Brodowin

Telefon: 033362 / 70769
Fax: 033362 / 71775

Email: hofschwalbennest@t-online.de

Kontrollstellennummer: DE-ÖKO-037

Anfahrt