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nächste Aktionen

  • Fleisch für die Festtage

    Jetzt bestellen!

    Ab 16.12.19 gibt es in unserem Hofladen in Pehlitz Leckeres von Rind, Schwein und Lämmern. Am 20.12 nach Bestellung auf dem Leopoldplatz und ab 18.12. in den Marktschwärmereien  Oberschöneweide, Nordbahnhof, Diderot, Kastanienallee sowie in  Eberswalde und Bernau.

    Baldige Bestellung sinnvoll! Geflügel ist inzwischen ausverkauft.

  • Weihnachten 2019 - Geflügelbestellung

     

    Jetzt bestellen solange der Vorrat reicht

    weiße und gescheckte Demeter-Pommerngänse (3,5-5,5 kg)

    19,50 € / kg

    bunte Demeter- Landenten und weibliche Demeter-Flugenten weiß (1,8-2,4 kg)

    18,50 € / kg

    weiße und gescheckte  Demter-Erpel (3-4 kg)

    17,50 € / kg

    alle Tiere aus Freilandhaltung mit Wasserauslauf

  • Neu! Unsere Produkte über marktschwaermer.de

    Für uns und unsere Kunden sehr praktisch können unsere Produkte jetzt über marktschwaermer.de erworben werden. Wir beliefern die Schwärmereien in Eberswalde, Bernau (14-tägig) und in Berlin in Oberschöneweide, im Helmholtzkiez (Prenzl.berg), im Diderot (Prenzl.berg), Himmelbeet (Wedding) und Nordbahnhof. Sie können online bestellen und holen einmal pro Woche die Ware in Ihrer Schwärmerei ab.

  • Hofführung im Juli

    Am  06. Juli 2019 findet unsere nächste Hofführung mit Begehung des Landkulturpfades statt. Danach gibt es die Möglichkeit zur Einkehr in unserem Hofcafé und zum Kauf von frisch geschlachtetem Lammfleisch!

  • Hofführung im Juni

    Am 1. Juni um 14 Uhr findet wieder unsere monatliche Hofführung mit Begehung unseres im Aufbau befindlichen Landkulturpfades statt. Nicht kinderwagentauglich, aber sehr spannend! Mit Quiz für die Kinder zum Abschluss. Gutes Schuhwerk empfohlen. Dauer ca 1 1/2 Std. Anschließend Besuch des Café am Hof möglich.

     

Das reiselustige Schwein oder: Stressfreies Schlachten

Dezember  2019

Liebe Kunden, liebe Freunde

Wieder überschlägt sich alles vor Weihnachten, obwohl dieses Fest ja nicht ganz unerwartet kommt und der nächste Schlachttermin naht nicht nur, sondern ist bereits vollzogen. Zerlegt wird aber erst am Samstag, so dass schnell Entschlossenen noch Wünsche äußern können. Danach gibt es, was es gibt. Zu tiefsinnigen Betrachtungen fehlt mir gerade die Muße, aber die Tiere sorgen ja schon so für Erzählstoff und versöhnen einen durch ihr Verhalten mit dem Abschied.

Wir werden ja vom Vielen skeptisch beäugt, weil wir überhaupt Tiere halten. Für uns sind die Tiere aber ein ganz unverzichtbares Element im Hoforganismus und unersetzbar zum Aufbau der Bodenfruchtbarkeit, der ja ein Hauptanliegen der Landwirtschaft sein sollte. Und wenn man Tiere wesensgemäß hält, ist der Kreislauf eben so, dass Tiere sich vermehren und man dann auch wieder Tiere schlachten muss. Aber damit hat der Hof auch ein gesundes Maß bei der Fleischproduktion und entwickelt sich nicht zur Fleischfabrik. Mit Recht wird aber viel Augenmerk auf den Gesamtzusammenhang des Schlachtens, also den Transport, den Tötungsvorgang und vor allem die Begleitung des Tieres durch den Menschen gelegt. Das Tier soll möglichst wenig Stress und Angst auf seinem letzten Lebensweg erleiden. Dafür eignet sich ein Betrieb wie Gut Kerkow, der ja im Kerngeschäft Landwirtschaftsbetrieb mit eigener Tierhaltung ist  und auf dem nicht die typische Schlachthofatmosphäre herrscht. Heute wird vielfach auch das Töten auf der Weide propagiert, damit das Tier möglichst wenig Stress durch das Einfangen aus der Herde und das Verbringen auf einen Transportanhänger erlebt.

Das Hauptproblem scheint mir dabei aber zu sein, dass in den Mutterkuhherden die Tiere ja nicht mehr gemolken werden, sondern oft monatelang auf Weiden mit wenig Menschenkontakt untergebracht sind. Dabei „verwildern“ sie bis zu einem gewissen Maß und es ist natürlich eine große Belastung und Aufregung für Mensch und Tier, einzelne Tiere zum Schlachten aus der Herde zu holen und auf den Schlachthof zu bringen.

Unsere Tiere sind da etwas anders sozialisiert. Dadurch, dass wir melken, haben wir jeden Tag mehrfach Körperkontakt mit jedem einzelnen Tier. Vorher  werden sie alle zweimal am Tag in den Stall getrieben, oft von weit entfernt gelegenen Weiden und wachsen dabei zu einer Einheit der Herde mit ihrem Hüter zusammen. Da müssen Straßen überquert werden und an bestimmtem Weggabelungen muss abgebogen werden oder eben nicht – es ist gar nicht zu vermeiden, dass es da zu einem intensiven inneren Kontakt zu den Tieren kommt, die man ja dazu bringen möchte, dass sie dem Willen des Hirten folgen und nicht der eigenen Naschhaftigkeit oder dem Erkundungsdrang. Für viele Praktikanten und Lehrlinge ein nachhaltiges Erlebnis und  eine innere Schulung. In der Regel führt das – zumindest über einen längeren Zeitraum -  zu einem vertrauensvollen und entspannten Verhältnis zum Menschen. Durch die weit entfernten Weiden und den jährlichen Besuch des Weihnachtsmarkts sind die Tiere auch durchaus vertraut damit, mit dem Hänger durch die Gegend spaziert zu werden und am Ende der Fahrt anderen netten Menschen oder mehr oder weniger weitläufig verwandten tierischen Genossen zu begegnen. Durch die muttergebunden Tierhaltung machen ja auch die Lämmer alle diese Abenteuer mit und kennen sie Zeit ihres Lebens.

Ein Beispiel dafür, wie entspannt das Verladen und Schlachten ablaufen kann, konnten wir dieses Jahr wieder erleben. Zuerst war Mira dran, eine Tochter von Mirabell, die ihre Schlachtberechtigung dadurch erworben hat, dass sie unbelehrbar immer wieder jeden Zaun übersprang, um dann in unmittelbarer Nähe der Mutter friedlich weiter zu weiden. Leider hat sich die Friedfertigkeit nicht jedem Touristen erschlossen – manche Leute hatten schlichtweg Angst und Mira zog im weihnachtlichen Ausleseverfahren den Hauptgewinn. Uns wurde die Entscheidung dadurch leichter gemacht, dass ihre Mutter nicht zu den Top-Leistungsträgern bei der Milch zählte. Beim Aufladen auf den Hänger wurden natürlich die üblichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen – Halfter und langen Strick zum Hänger, aber Mira fand den Kanten Brot, den ihr unser Sohn Martin unter die Nase hielt, viel zu interessant, als dass sie auch nur links oder rechts geschaut hätte und wanderte – natürlich unter beständigem Brot-Nachschub gemütlich auf den Hänger , der sie nach Kerkow brachte, wo die Tiere immer von einer großen Gruppe männlicher Kavaliere im Freilaufstall begrüßt werden. Da bei uns männliche Rinder durch ihre verkürzte Lebenszeit in der Minderheit sind, bewegte Mira sich verzückt und behände vom Hänger und fand auch den netten jungen Mann im blau-weiß gestreiften Anzug sehr sympathisch, der sie freundlich begleitete und kraulte bis zu dem Peng, nach dem wir nicht wissen, was in ihr vorgeht, aber hoffen, dass sich ihr Kuhbewusstsein in Himmelswiesen weiter tummelt.

Noch besser lief es mit Kunigunde, dem Schwein. Schweine kann man nicht wie Kühe treiben, sie folgen keinem Wink, sondern nur ihrem keilförmigen Schädel, den sie unter jede Bohle, jede Tür quetschen können und durch Hebelwirkung auch Massivbauten zerlegen können. Bei Schweinen hilft normalerweise nur das geschlossene Treibbrett, das ihnen die Sicht auf zu entdeckende Ablenkungen nimmt und sie zum Zielort hin geleitet.  Nachdem Kunigunde im ersten Anlauf erst mal wieder zu ihren Artgenossen zurückkehren wollte und  - siehe oben – begann, das Gatter aufzuhebeln, schnappte sich unser georgischer Lehrling (viel Kraft, wenig Geduld) das Schwein mit beiden Armen und sie galoppierten gemeinsam (im Schweinsgalopp sozusagen) auf den Hänger,  wo Nika das Schwein trickreich kurz vor dem Schweinekasten los lies und dieses in Innere hinein rauschte , dann aber zuverlässig von einer großen Portion „Märkisches Landbrot“ aufgehalten stoppte uns sich laut schmatzend über den Leckerbissen her machte. Schwein gehabt sozusagen So schnell war noch keins unserer Schweine auf dem Hänger. Um das Schwein in seinem Kasten herum wurden noch diverse Schafe aufgeladen, damit Schwein auch Gesellschaft hat und ab ging´s nach Kerkow, wo der Hänger stehen blieb und die Schafe abgeladen wurden. Ähnlicher Vorgang – die das Führen am Strick gewohnten Schafe verfolgen mehr oder weniger aufmerksam die Gespräche zwischen Herrchen und dem netten jungen Mann in blau-weiß (über das Wetter oder Bayern München), dann macht es Peng und die Himmelswiese wird von einer weiteren Schafssele beweidet. Das Schwein hat es sich unterdessen auf dem Hänger gemütlich gemacht, es muss noch etwas warten, bis das Fleisch der 8 Schafe und ihre Felle angemessen versorgt sind, der Abschied verläuft friedlich und unspektakulär mit dem Hinweis des Schlachters, der Hänger könne dann nach Mittag abgeholt werden.

Darauf folgt unser Tagesgeschäft, unterbrochen durch den Zweitberuf als Taxifahrer für unsere Kinder, bevor ich mich wieder dem Schreibtisch widmen kann, an dem eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter wartet: „ Dein Mann hat den Hänger geholt, aber das Schwein war noch drauf“. Kann ja wohl nicht sein, der muss doch merken, wenn da noch das Schwein auf dem Hänger ist… Also den Mann aus dem wohlverdienten Mittgsschlaf gerissen – Mira musste schon morgens um 6 beim Schlachter sein – „das Schwein soll noch auf dem Hänger sein!“ „Kann überhaupt nicht sein, ich habe reingeschaut und da war keiner mehr und den Hänger habe ich schon wieder abgehängt und mit dem Trecker auf die Koppel gefahren.“ Aber Schlachter irren ja nie – also hin und nachgeschaut: Auf den ersten Blick war tatsächlich nichts zu sehen, aber unter dem dicken Stroh eingemuschelt  lag tatsächlich Kunigunde im Tiefschlaf, mit Märkischem Landbrot abgefüllt und völlig unbeeindruckt von der Aufregung um sie herum.

Nein, jetzt kommt kein glückliches Weihnachtgans-Auguste-Happy End, der arme Mann musste sofort wieder den Trecker holen, den Hänger von der Weide ziehen, dann umkoppeln aufs Auto und wieder ab nach Kerkow mit Kunigunde, die selig weiter schlief. Da rede nochmal einer von Stress beim Tiertransport – bei uns nicht!!

Zum Glück erbarmte sich einer der Schlachter, deren Kernarbeitszeit auch nicht gerade nachmittags um 15 Uhr ist, um mit dem Schlachten zu beginnen. Schließlich fangen sie früh an. Aber was tut man nicht alles für Kunigunde und vor allem für die lieben Kunden,  damit Sie alle ihren Weihnachtsbraten pünktlich auf dem Tisch haben!

In diesem Sinne kann es jetzt ans Bestellen gehen und ab Sonntag, den 15.12. ans Abholen aus Pehlitz

Die letzte Lieferung nach Berlin erfolgt am Freitag, den 20.12. auf den Leopoldplatz  Diesmal nach einen kleineren Auto Ausschau halten, denn das ist der letzte Auftritt vom Bio-Käsestand Mario Lindner, der in den letzten Jahren von Egon Metternich bewirtschaftet wurde. Mit 75 Jahren geht er jetzt in den wohlverdienten Ruhestand. Wir sind Egon sehr dankbar, dass er durch seine humorvolle  und kompetente Bedienung viele unserer Produkte auf etlichen Berliner Märkten bekannt machte und die Abholung für viele Kunden erleichterte. Egon war immer gut gelaunt, flexibel und hilfsbereit und scheute mehrmals wöchentlich den Umweg über Pehlitz nicht, um auch mal Sonderwünsche der Kunden pünktlich an den Bestimmungsort zu bringen. Danke, Egon!

 Es gibt auch einen Nachfolger, aber der wohnt in Berlin und da müssen wir erst sehen, wie wir die Logistik hin bekommen.

Die Alternative für Kunden in Berlin sind in erster Linie die Marktschwärmereien in Oberschöneweide, Kastanienalle und Diderot (Prenzl.Berg) sowie Nordbahnhof, außerdem Bernau und Eberswalde. Einfach über marktschwaermer.de online bestellen und am Mittwoch Abend abholen.

Enten und Gänse sind bereits alle vorbestellt, aber beim Flesch ist noch (fast) alles offen. Natürlich kann auch für das Neue Jahr und weiter auch im Neuen Jahr bestellt werden. Aber: wer zuerst kommt, bekommt die besten Happen!

Also: Bestellt bald, solange der Vorrat reicht und genießt Weihnachten auf allen Ebenen!

 

Ulli und Martina aus dem Schwalbennest

Märkte Dienstags

Berlin Wedding, Leopoldplatz                            
10 - 17 Uhr

Märkte Freitags

Berlin, Wedding, Leopoldplatz
10 - 17 Uhr

Berlin, Köpenick, Bölschestraße
10 - 17 Uhr

Märkte Samstags

Berlin, Prenzlauer Berg, Seelower Strasse
10 - 16 Uhr

Berlin Lichtenrade, Pfarrer-Lütkehausplatz
10 - 14 Uhr

Adresse & Kontakt

Martina und Ulrich Bressel
Pehlitz 3
16230 Chorin OT Brodowin

Telefon: 033362 / 70769
Fax: 033362 / 71775

Email: hofschwalbennest@t-online.de

Kontrollstellennummer: DE-ÖKO-037

Anfahrt