25. Januar 2026

Liebe Freunde,

jetzt sind auch zwei Rinder aus muttergebundener Milchviehhaltung geschlachtet, eine ältere Kuh, die in 4 Wochen für Salami, Schinken und Wiener sorgt, und ein Jungbulle mit frischen Fleisch. Endlich gibt es auch wieder Suppenfleisch, also Rippchen und Beinscheiben, aber auch leckere Braten, Steaks, Gulasch, Rouladen und Hack. Auch Innereien wie Leber, Nieren, Zunge und Herz warten auf Gaumenfreunde.

Aber auch von den letzte Woche geschlachteten Lämmern gibt es noch Koteletts, Keulen, Schultern und saftige Braten.

Doch auch Eure Hunde sollen nicht zu kurz kommen. Unserer ist schon übersättigt, so dass wir noch Geschlinge und Lunge abzugeben haben. Gönnt auch Euren Familienvierbeiner etwas Leckeres!

Und da wir schon bei den Haustieren sind: Wir geben dieses Jahr weibliche Jungtiere ab, also Lämmer aus dem Jahr 2025 (nicht tragend) und aus dem Jahr 2024, die sind in der Regel tragend.

Milchschafe eignen sich natürlich zum Melken – da könnt Ihr Euch auch die Mütter anschauen und auf gute Euterform und Melkbarkeit überprüfen. Ein besonderes Merkmal der Milchschafe ist auch, dass sie besonders zahm werden können und das ist auf jeden Fall bei unseren Tieren der Fall (zur ausdrücklichen Freude aller Tierärzte, Schafscherer und Zuchtwarte, die mit unseren Tieren zu tun haben – und vor allem natürlich zu unserer Freude!).

Das Ostfriesische Milchschaf gilt in Deutschland als eine gefährdete Nutztierrasse. Es steht auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) und wird als stark gefährdet eingestuft. Ihr tut bei der Haltung also auch etwas Positives für die Biodiversität oder wie man das heute nennen will.

Aber auch als Rasenmäher bzw. Fleischschafe eignen sie sich sehr gut. Man muss sie nicht zwingend melken, die Milchgebung ist eine Sache von Angebot und Nachfrage und stellt sich auf die Zahl der Lämmer und Nicht-Melken ein. Den Lämmern kommt das zugute: sie sind sehr wüchsig und beim Schlachten haben Milchschafe den großen Vorteil, dass sie nicht so leicht verfetten wie Fleischschafe, sondern besonders zartes und mageres Fleisch haben. Richard, unser langjähriger britischer Mitarbeiter, erklärte mir letzte Woche, was für ein großer Unterschied im positiv geschmacklichen Sinn zwischen unserem Milchschaffleisch im Vergleich zu den britischen Fleischschafrassen besteht. Fett ist halt der Geschmacksträger und das ist beim Schaffett nicht unbedingt so der Brüller… Das Fleisch dagegen ist allererste Klasse!

Daher werden in Fleischschafherden auch gerne Milchschafzuchtböcke eingesetzt, weil die Rasse besonders wüchsig ist und die Fleischqualität besonders gut. Wer also für seine kleine Schafherde noch einen (ungekörten) Jungbock sucht, wird auch bei uns fündig.

Der Wolf ist ein anderes Thema. Da hilft nur ein Superzaun. Aber auch den kann man bei uns anschauen.

Kommt also zuhauf und bringt Kinder und Kindeskinder mit: es tummeln sich dieses Jahr schon über 30 Lämmer mit den Müttern tagsüber auf der Prärie Brodowins, ab nachmittags sind sie im Stall.

Viele Grüße aus dem lämmerigen Schwalbennest

Martina

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